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978-3-498-00108-7
Titel
Anmerkungen zu Hitler
Untertitel
Kurzbeschreibung

Neben wöchentlichen Kolumnen, die der Journalist Sebastian Haffner (1907-1999) für die Die Welt, später für das Hamburger Magazin stern ablieferte, wurden Buchveröffentlichungen zur deutschen Geschichte im zwanzigsten Jahrhundert Themenschwerpunkt seiner Arbeit. Haffners Anmerkungen zu Hitler, 1978 erstmalig im Kindler Verlag veröffentlicht, sind nun bei Rowohlt neu erschienen.

Haffner bündelt mit den Teilen „Leben“, „Leistungen“ und „Erfolge“ Hitlers Vorgeschichte und die ersten sechs Reichskanzlerjahre (S. 7-87), um mit der Klimax „Irrtümer“, „Fehler“, „Verbrechen“ und „Verrat“ abzuschließen (S. 88-190). Der Mensch Hitler interessiert Haffner dabei kaum.

Vom Leben im nationalsozialistischen Deutschland angewidert, fühlte sich Raimund Pretzel, der sich im englischen Exil Sebastian Haffner nannte, heimatlos und entwurzelt. …

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978-3-257-07011-8
Titel
Ein Kampf
Untertitel
Illustriert von Jean-Jacques Sempé
Kurzbeschreibung

Patrick Süskinds Novelle handelt vom Kampf auf den 64 Feldern des Schachbretts. Wie auch bei früheren Veröffentlichungen Süskinds wird vorliegendes Bändchen wieder mit Abbildungen des französischen Zeichners Sempé komplettiert.

Süskinds Thema, Schach als Gelegenheit des Kräftemessens zwischen gegensätzlichen, gar feindlichen Seiten, scheint dem realen Leben entnommen: Bei der Schachweltmeisterschaft 1972 spielten Bobby Fischer und Boris Spasski, also die Weltmächte USA und UdSSR gegeneinander. …

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9783515118613
Titel
Kontaktzone Vorderer Orient und Ägypten
Untertitel
Orte, Situationen und Bedingungen für primäre griechisch-orientalische Kontakte vom 10. bis zum 6. Jahrhundert v. Chr. Geographica historica; 38
Kurzbeschreibung

Iris von Bredow setzt in ihrem Buch Kontaktzone Vorderer Orient und Ägypten kommunikationswissenschaftliche, soziokulturelle sowie soziotechnologische Methoden und Theorien ein, um die Strukturen und Zeiträume intensiven Kulturtransfers zwischen Griechen im Osten mit den dort ansässigen Zivilisationen zu untersuchen und abzubilden. Um das umfangreiche Material dieses Ost-West-Kontakts beherrschbar zu machen, schränkt die Verfasserin ihre Untersuchungen auf das 10.-6. Jahrhundert vor Christus ein - denn das „10. Jh. liefert die ersten archäologischen Beweise für solche Kontakte und im 6. Jh. veränderten sich die Kontaktsituationen durch die persische Eroberung Syriens und Ägyptens grundlegend“ (S. 11) …

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978-3-7887-2781-9
Titel
Die letzten Dinge
Untertitel
Theologische Bibliothek
Kurzbeschreibung

Den Tod eines Menschen als seine endgültige Auslöschung zu begreifen, hatten und haben vergangene und gegenwärtige Kulturen immer wieder abgelehnt. Die Konzepte hierzu reichen von einer Idee, die Welt des Toten möglichst unverändert für eine Ewigkeit in das Jenseits zu überführen, um dem Sterbenden und den Angehörigen ein Gefühl der Vertrautheit und Sicherheit zu vermitteln, bis hin zu einer Vorstellung eines besseren Lebens nach dem Tod, um Hoffnung zu geben und Trost zu spenden. Hinzu treten die Idee einer zyklischen Wiedergeburt, aber auch die der Verdammnis oder die des ewigen Unbewusstseins. Die Antworten auf die Frage, was den Menschen nun nach seinem Tod erwartet, sind also kulturabhängig vielgestaltig. …

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978-3-7861-2607-2
Titel
Vom Nachleben der Kardinäle
Untertitel
Römische Kardinalsgräber der Frühen Neuzeit
Kurzbeschreibung

Mit dem Forschungsprojekt „Requiem“ (http://requiem-projekt.de/, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/REQUIEM-Projekt), der dazugehörigen Datenbank sowie den daraus resultierenden Tagungsbänden und Einzelstudien haben Arne Karsten und Philipp Zitzlsperger, die beide zugleich Herausgeber des hier anzuzeigenden Buches sind, einen bemerkenswerten Bild- und Textfundus geschaffen, der auch Grundlage für die Beiträge in Vom Nachleben der Kardinäle ist. Dieser Band ist als Zwischenstand der bisherigen Forschungsarbeit angelegt - zumal Zitzlsperger seinen Beitrag (S. 23-65, „Requiem - Die römischen Papst- und Kardinalsgräber der Frühen Neuzeit. Ergebnisse, Theorien und Ausblicke des Forschungsprojektes“) eigens so überschrieben hat. …

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978-3-7861-2787-1
Titel
Altägyptische Architektur und ihre Rezeption in der Moderne
Untertitel
Architektur in Deutschland 1900-1933
Kurzbeschreibung

Maxi Schreiber hat mir ihrer Dissertation Altägyptische Architektur und ihre Rezeption in der Moderne eine umfangreich recherchierte Analyse zur Verwendung altägyptischer Bauformen in Bauten, die zwischen 1900 bis 1933 in Deutschland entstanden, vorgelegt. Ihre Forschungsergebnisse hat sie hierfür in drei Hauptteile aufgetrennt: 1. eine kulturgeschichtliche Betrachtung auf Bauwerke und Denkmäler, die altägyptische Elemente aus der Grab- und Tempelarchitektur des alten Ägypten imitieren (S. 20-57); 2. Darstellung und allgemeine Bewertung altägyptischer Kunst und Architektur in Kunstgeschichte sowie Architekturtheorie, weiterführend das alte Ägypten als Thema der Bauforschung und Architekturkritik nebst ausgewählten Reiseberichten des Architekten Julius Meier-Graefe sowie des Architekturkritikers Werner Gegemann …

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978-3-534-27031-6
Titel
WBG Weltgeschichte
Untertitel
Eine globale Geschichte von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert. Dreibändige Sonderausgabe der sechsbändigen, 2. durchgesehenen Auflage 2015.
Kurzbeschreibung

Vor nunmehr zehn Jahren initiierte die Wissenschaftliche Buchgesellschaft die Reihe WBG Weltgeschichte in sechs Bänden. Nach einer Durchsicht 2015 liegt nun diese zweite, verbesserte Auflage in insgesamt drei Sammelwerken neu zusammengestellt vor. Ausgabe 1 beschäftigt sich mit dem Beginn der Zivilisationen bis 600 n. Chr.; der zweite Teil greift die Zeiten zwischen 600 bis 1800 auf, und der dritte Band …

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978-3-8260-5216-3
Titel
Odysseus’ Heimkehr?
Untertitel
Medien und Mythos im Film. Reihe Film – Medium – Diskurs 47
Kurzbeschreibung

Kern von Benedikt Steierers Buch Odysseus’ Heimkehr? ist die Unterscheidung von Medium und Form. Seine Arbeit ist im mediendefinitorischen Diskurs angesiedelt, in der der Untersuchungsgegenstand des Odysseus-Motivs nicht hauptsächlich in seiner filmgeschichtlichen Entwicklung nacherzählt wird (vgl. S. 70), sondern es werden anhand des Stoffes eine Vielzahl an Facetten medientheoretischer Blickpunkte aufgegriffen, abgehandelt und bewertet. Ein Drittel der Untersuchung verwendet Steierer darauf, dem Leser die Voraussetzungen und Konzepte medialer Auseinandersetzung gut verständlich und tiefgehend, allerdings auch stark selektiv vorzustellen (S. 14-71). Der von ihm gespannte Bogen berührt Niklas Luhmanns Medien-Form-Unterscheidung (S. 30-35), streift Joachim Paechs Intermedialitätsbegriff (S. 36-40) und endet bei dem Mythosbezug des homerischen Erzählstoffes (S. 55-68) durch Joachim Latacz und Aleida Assmann. …

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978-3-8270-1362-0
Titel
Franziska zu Reventlow
Untertitel
Eine Biografie
Kurzbeschreibung

Walter Fritz nannte sie einen „Gladiator der neuen Zeit.“ Rainer Maria Rilke, einer ihrer zahlreichen Freunde und Bewunderer, erklärte: „Ich finde, daß ihr Leben eins von denen ist, die erzählt werden müssen.“ Und Leonhard Frank, Würzburger Schriftsteller, den es für einige Jahre nach München verschlug, beschreibt in seiner romanhaften Autobiographie „Links wo das Herz ist“ die literarische „Szene“ um das Café Stephanie und den legendären Kellner Arthur, der auch verarmten Möchtegern-Künstlern und verkrachten Existenzen einen Kaffee spendierte, und die „Entourage“ „dieses Boheme-Cafés, wo die Schablonen des Lebens gründlich zerstört und beseitigt wurden“: „Die verarmte Gräfin Reventlow, klein, schmal und noch elegant gekleidet, die später ein heiteres Buch über ihre Liebeserlebnisse veröffentlichte, trat ein und winkte. Sie hatte nach dem Sturz in die Armut ihre Heimat in der Boheme gefunden und lächelte seither ruhig ihr: Komme, was kommt.“ …

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978-3-406-73719-0
Titel
Marc Aurel
Untertitel
Der Kaiser und seine Welt
Kurzbeschreibung

Kein römischer Kaiser ist umfangreicher dokumentiert als Marc Aurel (121-180). Alexander Demandts Marc Aurel. Der Kaiser und seine Welt nimmt sich vor, in zehn Kapiteln, die sich jeweils aus 26 Kurzbeiträgen zusammensetzen, Herrscherporträt mit Zeitgeschehen zu verbinden.

Noch zur Zeit des Marc Aurel ist das geografische Übermaß Roms augenfällig, wie Demandt im Vorsatzblatt mit Kartenmaterial dokumentiert. Mit dem stoischen Herrscher endet das Adoptivkaisertum und die Ära der Pax Romana. Zum Aufwärmen wird Wissenswertes zu Kaiserkult und innerer Verfassung Roms seit den Tagen des Augustus geboten (S. 13-44), anschließend zu Schriftquellen und Denkmälern, die zu Marc Aurel überliefert sind (S. 45-91). …