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Titel
Südostpolen zwischen Umbruch und Neuorientierung
Untertitel
Spezifika, Perspektiven und Risiken der gesellschaftlichen Entwicklung nach 1990
Kurzbeschreibung

In der zukünftigen gesamteuropäischen Struktur kommt Südostpolen eine „Scharnierfunktion“ zu. Daraus sich ergebende Fragen und Chancen sind Gegenstand einer Arbeit von Annegret Haase, die im Januar 2001 an der Universität Leipzig von der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie als Dissertation angenommen wurde. Ihre Untersuchung folgt einem interdisziplinären Ansatz (Sozialgeographie, Kulturgeschichte, Vergleichende Kulturwissenschaft). Im Vordergrund steht der qualitative Aspekt, was methodisch betrachtet bedeutet, daß sich Haase der Expertenbefragung mittels offener, leitfadengestützter Interviews bedient. Natürlich hat die Autorin, die hinsichtlich des Forschungsgegenstandes Südostpolen Neuland betritt, auch die polnische Fachliteratur zur Situation in Südostpolen sowie die wenigen diesbezüglichen Darstellungen in westlichen Sprachen ausgewertet ...

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Titel
Nachhaltigkeit und globaler Wandel
Untertitel
Guter Rat ist teuer
Kurzbeschreibung

Politikberatung ist eine Notwendigkeit geworden; zu komplex sind die zu entscheidenden Sachverhalte. Auf dieser Grundlage hat der 1992 eingerichtete „Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)“ inzwischen eine ganze Reihe von Gutachten und Politikpapieren zu aktuellen geoökologischen Problemfeldern vorgelegt. Um einige zu nennen: Grundstruktur globaler Mensch-Umwelt-Beziehungen (1993) – Gefährdung der Böden (1994) – Wege zu einem nachhaltigen Umgang mit Süßwasser (1997) – Strategien zur Bewältigung globaler Umweltrisiken (1998) – Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Biosphäre (1999) – Entgelte für die Nutzung globaler Gemeinschaftsgüter (2002) – Energiewende zur Nachhaltigkeit (2003) ...

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Titel
Stadt und Region. Dynamik von Lebenswelten. Tagungsbericht und wissenschaftliche Abhandlungen
Untertitel
53. Deutscher Geographentag Leipzig 2001
Kurzbeschreibung

„Sein Erfolg übertraf die gehegten Erwartungen, nicht sowohl durch die Zahl der Teilnehmer, als durch das Interesse, welches die Verhandlungen darboten.“ Die Rede ist vom Ersten Deutschen Geographentag 1881 in Berlin – zitiert aus dem Vorwort des Verhandlungsbandes. Seither folgten 52 weitere Deutsche Geographentage, seit 1951 regelmäßig im zweijährigen Turnus – zuletzt 2001 in Leipzig unter dem Tagungsthema „Stadt und Region – Dynamik von Lebenswelten“. In einer Vielzahl von Vorträgen, „Workshops“, Exkursionen und anderen Tagungsformen diskutierten rund 1 800 Teilnehmer unter vier Leitthemen: Städte im Wettbewerb – Neue Sozialgeographie der Stadt – Stadtökologie und Umweltmanagement – Modelle, Prognosen und Szenarien für die Zukunft der Stadt und Stadtregion ...

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Titel
Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland in 12 Bänden
Untertitel
Kurzbeschreibung

Politische Räume – zumal nationale bzw. gesamtstaatliche – sind klassische Objekte geographischer Darstellung. Die Form der „Landeskunde in Kartenform“ wurde erstmals konsequent 1899 mit dem Atlas von Finnland praktiziert. Seither hat dieser Atlas fünf Folgeauflagen mit immer wieder neuen thematischen Akzenten erfahren. In der Folge wurde er zum Prototyp für Nationalatlanten in bis heute über 120 Staaten der Erde.
Deutschland nahm in dieser Galerie der Nationalatlanten allerdings lange eine Sonderstellung ein. Zwar begann Norbert Krebs 1937 einen Atlas des deutschen Lebensraumes in Mitteleuropa, der jedoch weit über das damalige Deutsche Reich hinausgriff und zudem kriegsbedingt unvollendet blieb ...

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Titel
Wissenschaftsgeschichte in Porträts
Untertitel
Kurzbeschreibung

Die vielbesprochene “Krise” der Germanistik beruht weniger auf einem Defizit an Aufgaben und Perspektiven, sondern vielmehr auf einer weitverbreiteten Orientierungslosigkeit im Dickicht vielfältiger Projekte und Publikationen. Längst ist die Germanistik keine von Nationalphilologie und Nationalpädagogik geprägte “deutsche Wissenschaft” mehr, die Modernisierung des Faches hat zur Entnationalisierung und internationalen Vernetzung geführt. Die Germanistik hat aus guten Gründen mit vie­len Traditionen gebrochen, allerdings hat sie dabei zugleich auch den Begriff der Tradition aus der Fachgeschichte insgesamt verbannt ...

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Titel
Okzitanistik, Altokzitanistik und Provenzalistik
Untertitel
Geschichte und Auftrag einer europäischen Philologie
Kurzbeschreibung

Der XXVI. Deutsche Romanistentag, der im Herbst 1999 in Osnabrück stattfand, sollte, so das ambitionierte Tagungsmotto, “Geschichte und Auftrag” der deutschen Romanistik erkunden. Seit den Anfängen dieser Romanistik am Beginn des 19. Jahrhunderts ist das Provenzalische bzw., in neuerer Terminologie, das Okzitanische eines ihrer vornehmsten Arbeitsgebiete. Insofern hat sich Angelica Rieger, die Herausgeberin der hier zu rezensierenden Publikation, große Verdienste dadurch erworben, daß sie einen großen Teil derjenigen deutschen Forscher(-innen), die gegenwärtig auf diesem Gebiet tätig sind, zur Mitarbeit an einer einschlägigen Sektion motivieren konnte ...

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Titel
Geschichtsverarbeitung als kulturelle Selbstreflexion
Untertitel
Untersuchung ausgewählter postkolonialer Gegenwartsromane der anglophonen Karibik
Kurzbeschreibung

Vor allem in postkolonialen Literaturen ist seit geraumer Zeit eine verstärkte Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe sowie eine zunehmend kritische Reflexion der Möglichkeiten retrospektiver Sinnbildung zu verzeichnen. Obgleich das Thema Geschichtsaneignung und seine Bedeutung für die Konstitution selbstbestimmter Identitäten zu den zentralen Fragen der Literatur- und Kulturwissenschaft gehören, mangelt es bislang an Studien, die sich systematisch mit Besonderheiten und Funktionen der Vergangenheitsdarstellung in postkolonialen Romanen auseinandersetzen ...

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Titel
Einführung in die Sagenforschung
Untertitel
Kurzbeschreibung

“Sagen entstehen primär aus dem Bedürfnis, die Welt zu erklären; in ihrer inhaltlichen Ausgestaltung aber spiegelt sich die Mentalität und die Weltsicht des Individuums wieder, das seinerseits durch die Einflüsse und Bedingungen der es umgebenden Welt geprägt ist.” Petzoldts Einführung hat sich als ein Standardwerk der Sagenforschung im engeren...

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Titel
Die italienische Literatur des Duecento
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Einführung und Studienführer
Kurzbeschreibung

Es gehört zu den Besonderheiten der italienischen Literatursprache, daß sie schon sehr früh ihr bis heute mehr oder weniger verbindliches linguistisches Gepräge erhalten hat, und zwar durch drei modellbildende Dichter aus dem 14. Jahrhundert, durch die sogenannten “tre corone” Dante, Petrarca und Boccaccio....

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Titel
Briefe an Max Müller und andere Dokumente
Untertitel
Kurzbeschreibung

Aus dem Briefwechsel zwischen Martin Heidegger und Max Müller werden 89 Briefe ediert, die sich zumeist im Nachlaß von Max Müller erhalten haben. Dazu kommen Dokumente, nämlich Heideggers Gutachten zur Habilitation Müllers sowie Äußerungen Müllers über Heidegger in einem Bericht und in Rezensionen und Reden. Wiedergedruckt wird auch das Gespräch über Heidegger, das Max Müller 1985 mit Bernd Martin und Gottfried Schramm führte. So wird sichtbar, daß Heidegger im September 1947 in einem Treffen mit Bernhard Welte...