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978-3-412-22392-2
Titel
Das unruhige Schlesien
Untertitel
Krisendynamik und Konfliktlösung vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte, Bd. 25
Kurzbeschreibung

Tatsächlich war das vornehmlich von außen angestoßene Konfliktpotential zu einer ‚Unruhe‘ in Schlesien beträchtlich, was der Autor schon im Untertitel zugleich als „positiv“ (S. 12) verstanden wissen will. Auf allen Feldern zeigt sich für ihn die hohe Lernfähigkeit in der Kompetenz zu Konfliktlösungen.

Prominent vertreten sind konfessionelle Spannungsfelder, insbesondere die zwangsweise Durchsetzung des katholischen Glaubens unter den Habsburgern, dem sich die Menschen nach hundert Jahren praktizierbarer Vorliebe für den Protestantismus ausgesetzt sahen. ...

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Titel
Theatralität in Literatur und Kultur
Untertitel
GERMANOSLAVICA. Zeitschrift für germano-slawische Studien 2014/2
Kurzbeschreibung

Das Theater ist heutzutage in aller Munde. Der Vater spricht verärgert von dem ewig gleichen Theater, wenn er mal wieder auf die Tochter warten muss, ehe er sie zur Schule fahren darf. Manchem, sich im Strafraum als Schmerzensmann gebärdenden Fußballspieler wirft man schauspielerisches Talent vor. In der Politik ist im Hinblick auf Griechenland wiederum abwechselnd von einem Drama oder aber einer Tragödie die Rede. Mit einem gewissen Recht hielt Shakespeare die Welt dann auch für eine Bühne.

Doch so schön dieser Vergleich auch sein mag, bleibt doch die Frage, wie das Theater bzw. das Theatralische konkret in der europäischen Kultur zum Ausdruck kommt. ...

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978-3-943904-05-5
Titel
Ostia
Untertitel
Facetten des Lebens in einer römischen Hafenstadt. Mit Fotos von Heide Behrens
Kurzbeschreibung

Klaus Stefan Freyberger gibt in seinem Buch einen Überblick zu Ostia unter Berücksichtigung der aktuellen Forschungen. Ziel seiner Darstellung ist, die verschiedenen fremd- sowie deutschsprachig erschienenen Einzeluntersuchungen in eine kompakte Zusammenstellung zu überführen. Im Vordergrund stehen dabei die Bauwerke der Stadt.

Der Autor baut sein Werk nicht als einen der üblichen Rundgänge durch Ostia auf, wie man sie aus Reiseführern kennt, sondern nimmt den Leser kreuz und quer mit durch die Stadt, ...

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978-3-412-22252-9
Titel
Das alte Breslau
Untertitel
Kulturgeschichte einer geistigen Metropole
Kurzbeschreibung

Eine spezifische Motivation sowie Kennerschaft geben anlässlich der Begutachtung von Schlesiens und Breslaus Prädisposition zur „Brückenlandschaft“ (S. 256) die Auswahl eines Autors vor, der deren ‚statische‘ Verhältnisse gleichermaßen überprüft wie bekräftigend erneuert.

Die bei einer Kulturgeschichte sich keineswegs von selbst verstehende Beschränkung auf die Gattung Literatur erklärt sich unter anderem mit seiner Intention der Zeitüberwindung, denn nur „[d]er Schrift und ihr allein ist es vorbehalten [...], Vergangenes in Gegenwart zu verwandeln“ (S. 447). Dabei gibt es thematisch eine „Konzentration auf die Frühe Neuzeit“, mit einem Schwerpunkt auf dem 17. und dem 18. „großen Gründungsjahrhundert“ (S. 376), ...

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978-3-534-26170-3
Titel
Lysias Reden
Untertitel
Kurzbeschreibung

Ingeborg Huber legt in ihrem Werk „Lysias Reden“ eine Publikation sämtlicher Reden in deutscher Übersetzung vor. Diese basiert auf der zweisprachigen, mehrbändigen Ausgabe in der „Edition Antike“, die 2004/2005 von der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft herausgegeben wurde.

Geboren wurde Lysias irgendwann zwischen 457 und 445 v. Chr., ein genaues Datum ist leider nicht überliefert. Um 380 v. Chr. starb er in Athen. Lysias schrieb für die unterschiedlichsten Bewohner Gerichtsreden. Es sind sowohl Anklage- als auch Verteidigungsreden von im überliefert. Die Reden waren für den mündlichen Prozess verfasst, was sowohl im griechischen Original, als auch in der hier vorliegenden Übersetzung sehr gut erkennbar ist. Die Reden des griechischen Schriftstellers zeigen dem Leser auf eindrucksvolle Art die Lebensumstände im Athen des späten 5. Jahrhunderts v. Chr. ...

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978-3-205-79496-7
Titel
Grenzöffnung 1998
Untertitel
Innen- und Aussenperspektiven und die Folgen für Österreich. Mit einer CD. Offene Grenzen, neue Barrieren und gewandelte Identitäten. Meinungsumfrage 2011
Kurzbeschreibung

Österreich 1989 als „‚Hotspot‘“ (S. 192)? – Auf jeden Fall lag es „an der Schnittstelle der Veränderungen“ (L. Kiss; S. 410), und nutzte die Gunst der Stunde, indem es die „Rolle eines Initiators“ (S. 415) wahrnahm. Dank der Vorgeschichte einer „aktive[n] Neutralitätspolitik“ (S. 405), wurde Österreich von den ‚Ostblockstaaten’ „viel eher als andere westliche  Staaten als progressiver Akteur“ (S. 407) angesehen.

Das Ansinnen des federführenden Projektteams ist, die diesem Jahre folgenden Veränderungen „vergleichend darzustellen“ (S. 12), „zielgerichtet einige Schlaglichter zu werfen“ ...

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978-80-85807-67-7
Titel
Glossar des älteren Deutsch zu böhmischen Quellen
Untertitel
Kurzbeschreibung

Wenn Wörterbuchprojekte rezensiert werden, dann steht dabei zumeist – und dabei keineswegs unverdient – das Lebenswerk eines Verfassers oder einer Verfassergruppe im Zentrum der Darstellung. Nicht selten ist es aber auch das Lebenswerk mehrerer Generationen von Wissenschaftlern, das in der Regel gewürdigt wird. Kritische Stimmen werden dabei laut, wenn im Verlauf der Entstehung eines solchen Werkes Brüche oder Änderungen in der Methodik und Darstellungsweise notwendig waren bzw. sich auch einfach aus dem Gegenstand ergeben haben. Zwei immerwährende Diskussionspunkte bei der Wörterbucharbeit sind der Kostenfaktor und die Handhabbarkeit des Werkes. Der Kostenfaktor betrifft einerseits die Genese des Werkes und andererseits den Vertriebspreis. Die Handhabbarkeit betrifft den Umfang des Wörterbüches sowie die Gestaltung der Lemmata. ...

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1210-9029
Titel
Deutschmährische Literatur
Untertitel
GERMANOSLAVICA. Zeitschrift für germano-slawische Studien 2013/2
Kurzbeschreibung

Im Jahre 2013 erschien die Nummer der Germanoslavica „Deutschmährische Literatur“. Bei dieser thematischen Nummer, die gewissermaßen an die Peter-Härtling-Nummer von 2012 (Heft 2/2012, 23. Jahrgang) anknüpft, geht es auch um eine bilanzierende Vorstellung der Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur der Olmützer Germanistik (Lehrstuhl für Germanistik der Philosophischen Fakultät der Palacký-Universität in Olomouc), welche im Jahre 2013 ihren 15. Geburtstag feierte. Die Olmützer Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur braucht hier nicht extra vorgestellt zu werden, umso mehr wird die Aufmerksamkeit folgender Frage gewidmet. 15 Jahre sind eine lange Zeit. Bei einer wissenschaftlichen Institution erwartet man bereits Resultate der Arbeit, im konkreten nicht nur heuristische, sondern auch hermeneutische Ansätze im Sinne von neuen Auffassungen bestimmter Probleme. ...

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978-3-15-018648-0
Titel
Der Limes
Untertitel
Kontaktzone zwischen den Kulturen
Kurzbeschreibung

Der Verlag Reclam hat für seine Sachbuchreihe mit Gerhard Waldherrs Der Limes eine von der ersten bis zur letzten Seite lesenswerte Darstellung einer „Kontaktzone zwischen den Kulturen“ (Untertitel) aufgelegt. Die seit 2005 als UNESCO-Welterbe der Menschheit anerkannte, römische Grenze, die mit 550 km Länge eines der größten Bodendenkmäler ist und sich an vielen Stellen in Deutschland noch heute erkennen lässt, ist bereits seit Jahrzehnten immer wieder Gegenstand zahlreicher Fach- und Sachbücher gewesen – und wird nach wie vor für eine interessierte Leserschaft in verschiedenen Formaten (Bildbände, Einführungen, geschichtliche Kontextualisierungen) von Autoren unterschiedlicher Fachrichtungen (Archäologen, Philologen, Historiker) und Fachjournalisten aufbereitet. ...

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978-3-8053-4762-4
Titel
Wie der Hieroglyphen-Code geknackt wurde
Untertitel
Das revolutionäre Leben des Jean-François Champollion
Kurzbeschreibung

Jean-François Champollions Name wäre wohl kaum in der ganzen Welt bekannt geworden, hätte er nicht mit einem Geniestreich ein Jahrtausende altes Rätsel gelöst: die Funktion und Lesung der Hieroglyphen. Nicht aber sollte man den Fehler begehen, den französischen Gelehrten hierauf zu beschränken.

Champollion, 1790 geboren und bereits 1832 infolge eines Schlaganfalls verstorben, war in die Umbruchszeiten der Französischen Revolution hinein geboren worden, die maßgeblich sein akademisches und privates Leben beeinflussen sollte. Er wie sein Bruder Jacques-Joseph Champollion-Figeac (1778-1867) waren begeisterte Archäologen und Historiker, ...