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Auf der Startseite sehen Sie immer die neuesten Rezensionen, den Jahrgang 2016 finden Sie komplett unter Aktueller Jahrgang und im Archiv die Rezensionen der Jahrgänge 2015, 2014, 2013 und 2012 und 2011. In den kommenden Monaten werden die älteren Jahrgänge nach und nach ins Archiv eingepflegt. 

Die zehn neuesten Rezensionen

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978-3-487-15446-6
Titel
Hexenprozesse an der Ludoviciana
Untertitel
Die Spruchpraxis der juristischen Fakultät Gießen in Hexensachen (1612-1723). Studia Giessensia, Neue Folge, Band 4
Kurzbeschreibung

Die ungebrochene Faszination an Hexenprozessen bringt seit Jahrzehnten Publikationen hervor, die sich dieser Thematik unter verschiedenen Fragestellungen nähern. Ein jüngeres Werk ist die Arbeit von Gesine Hauer, die ihr Ziel, „die Darstellung und Aufarbeitung der Spruchpraxis an der Gießener Juristenfakultät in Hexensachen“ (S. 2), einbettet in eine umfangreiche Erläuterung der Entstehungsgeschichte der Universität Gießen mit besonderem Augenmerk auf die Juristische Fakultät, ihren Lehrkörper und ihre Arbeitsweise. ...

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978-3-476-02468-8
Titel
Historische Gestalten der Antike
Untertitel
Rezeption in Literatur, Kunst und Musik
Kurzbeschreibung

Mit einem weiteren Supplementband zum Neuen Pauly ergänzen Peter von Möllendorf, Annette Simonis und Linda Simonis das große altertumskundliche Geschichtswerk. Historische Gestalten der Antike. Rezeption in Literatur, Kunst und Musik sind Thema des achten Zusatzes zu der von Manfred Landfester und Helmuth Schneider verantwortlich herausgegebenen Großenzyklopädie. Inhaltlich schließt er an die Mythenrezeption an, die Maria Moog-Grünewald 2008 als Herausgeberin vorgelegt hatte (http://www.wla-online.de/katalogdetail/items/2695.html). Jener achte Band beginnt eine zweite Staffel von Ergänzungen zum Nachschlagewerk, die bis Band 14 reichen wird. Ebenso wie der Rezeptionsband zu den antiken Mythen stehen Literatur, Kunst und Musik im Fokus der Betrachtung; ...

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978-3-7861-2672-0
Titel
Rom zeichnen
Untertitel
Maarten van Heemskerck 1532 – 1536/37. Humboldt-Schriften zur Kunst- und Bildgeschichte 8
Kurzbeschreibung

Im Dezember 2008 hatten die Herausgeber des anzuzeigenden Bandes zu dem internationalen Colloquium „Die römischen Zeichnungen Maarten van Heemskercks 1532-1536/7“ in das Kupferstichkabinett nach Berlin eingeladen. Dort aufbewahrt sind rund 100 Blatt (79 D2 und 79 D2a) des niederländischen Malers van Heemskerck (1498-1574), die er in den 1530er Jahren während seines Romaufenthaltes anfertigte. Das Konvolut war bereits zwischen 1913 und 1916 durch den Archäologen Christian Hülsen und den Kunsthistoriker Hermann Egger als Faksimile publiziert worden, allerdings mit klarer archäologischer und baugeschichtlicher Schwerpunktsetzung. ...

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978-3-95565-050-6
Titel
Unkünstlerische Wahrheit
Untertitel
Ausgewählte Essays
Kurzbeschreibung

Henryk Grynberg ist vor allem als luzider dokumentarischer Erzähler des Holocaust bekannt, der in seinen Erzählungen den Blick immer wieder auf den Einzelnen und sein Schicksal sowie auf unscheinbare und doch so vielsagende Details richtet. Nun liegen, aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein übersetzt, ausgewählte Essays Grynbergs aus den letzten drei Jahrzehnten erstmals auf Deutsch vor. Diese haben an Aktualität und Bedeutung jedoch nichts verloren. Zwar umfasst beispielsweise Grynbergs umfassender Essay über den Holocaust in der polnischen Literatur nur die Zeit bis 1984. Er eröffnet aber paradigmatische Fragestellungen und Perspektiven, die man als Leser problemlos auf die zahlreichen später erschienenen Werke mit viel Gewinn anwenden kann. ...

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978-3-8379-2551-7
Titel
Zeugenbetreuung von Holocaust-Überlebenden und Widerstandskämpfern bei NS-Prozessen (1964-1985)
Untertitel
Zeitgeschichtlicher Hintergrund und emotionales Erleben
Kurzbeschreibung

In den Frankfurter Auschwitz-Prozessen von 1963 bis 1968 wurden mehrere hundert ehemalige Häftlinge des Konzentrations- und Vernichtungslagers als Zeugen vor Gericht gehört. Oftmals bedeutete für die überwiegend nicht in Deutschland lebenden Menschen schon die Reise in das Land der Täter eine große psychische und physische Anstrengung, die durch die Angst vor dem Prozess und der direkten Begegnung mit den Tätern häufig noch verstärkt wurde. Zudem glichen die Befragungen der Zeugen vor Gericht oft eher anklagenden und verhöhnenden Verhören, in denen die Wahrhaftigkeit der Aussagen vielfach angezweifelt und penibel hinterfragt wurde. ...

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978-3-8062-3216-5
Titel
Ohne Haar und ohne Namen
Untertitel
Im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück
Kurzbeschreibung

„Als Grete nach Ravensbrück kam, war es August und das Lager erlebte gerade seinen zweiten Sommer. Vor den Toren plätscherte der Schwedtsee zwischen dem Schilfrohr im warmen Sommerwind. Drinnen sah sie zu ihrem Erstaunen rote Blumenbeete; vor ihr lag eine Art Straße, gesäumt von 16 hölzernen Blocks, alle angestrichen, und neben jedem stand ein kleines Bäumchen“ (S. 88). Dieser erste Eindruck, den die Schriftstellerin Margarete Buber-Neumann, die als Kommunistin bereits den stalinistischen Gulag erfahren hatte und 1940 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück überstellt wurde, vom Lager erhielt, täuschte grob. ...

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978-3-633-54277-2
Titel
„Mit meiner Vergangenheit lebe ich“
Untertitel
Memoiren von Holocaust-Überlebenden
Kurzbeschreibung

„Sie sind ein Hunderttausendstel des Gesamtbildes des Holocaust, die anderen Geschichten liegen in den Massengräbern“ (S. 10), schreibt Ivan Lefkovits im Begleitheft zu der von ihm herausgegebenen Serie von Holocaust-Erinnerungen, die jüngst in 15 Heften im Jüdischen Verlag erschienen ist. Dass diese Berichte überhaupt überliefert und nun in so schöner Gestaltung vorliegen, verdankt sich einer privaten Initiative in der Schweiz. 2006 fand sich eine kleine Gruppe von Mitgliedern der „Kontaktstelle für Überlebende des Holocaust“, ...

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978-3-8253-6144-0
Titel
Die Anfänge der deutschen Fremdwortlexikographie
Untertitel
Metalexikographische Untersuchungen zu Simon Roths „Ein Teutscher Dictionarius“ (1571)
Kurzbeschreibung

In dem Anfang des Jahres 2016 erschienenen Band 5 des grundlegenden germanistischen Nachschlagewerks „Frühe Neuzeit in Deutschland 1520 – 1620. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon“ konnte dankenswerterweise auch ein Artikel zu Simon Roth aufgenommen werden, der in der Germanistik als Verfasser des ersten deutschen Fremdwörterbuchs gilt. Verfasst hat ihn Anette Kremer, und sie war dafür besonders geeignet, da sie zu den wenigen Menschen zählt, die sich in der jüngeren Vergangenheit mit Simon Roths Leben und Werk genauer befasst haben. ...

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978-3-11-029568-9
Titel
Handbuch Sprache und Wissen
Untertitel
Kurzbeschreibung

Mit dem vorliegenden „Handbuch Sprache und Wissen“ legen die beiden Herausgeber den Einleitungsband zu einer Reihe mit dem Titel „Handbücher Sprachwissen“ (HSW) vor. Im Unterschied zu den „Handbüchern zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft“ (HSK) sollen die Bände dieser Reihe indessen eher praktisch-faktenorientiert und weniger theoretisch-problemorientiert angelegt sein: „Eine so verstandene phänomenorientierte Perspektive will in besonderer Weise der Tatsache Rechnung tragen, dass Sprache den primären intellektuellen Zugang zur Welt vermittelt, den Austausch über ihre Erscheinungen ermöglicht und dabei die Art und Weise des Erkennens und Handelns entscheidend prägt“ (x). Vor diesem Hintergrund erscheinen der Titel des Bandes wie derjenige der ganzen Reihe bewusst doppeldeutig gewählt – geht es nämlich sowohl um „Wissen über Sprache“ als auch um „Wissen durch Sprache“ (ix). ...

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978-3-406-68828-7
Titel
Luther, der Ketzer
Untertitel
Rom und die Reformation
Kurzbeschreibung

Mit historischen Jubiläen, die an Ereignisse oder Persönlichkeiten von herausragender Bedeutung erinnern, geht regelmäßig ein immenses Publikationsaufkommen einher, das sich indes zunehmend in die Jahre vor dem eigentlichen Festakt verlagert. Die Menge der Neuerscheinungen korreliert dabei freilich nur selten mit den darin enthaltenen neuen Erkenntnissen. Auch im Vorfeld des 500jährigen Reformationsjubiläums ist die Zahl der Bücher zu Luther und der Reformation bereits rapide angestiegen, sind doch allein in der sog. Reformationsdekade bereits annähernd ein Dutzend neuer Lutherbiografien veröffentlicht worden. Volker Reinhardts jüngstes Werk „Luther, der Ketzer“ fügt sich hingegen nicht nahtlos in die Reihe der Überblicksdarstellungen zu Luthers Vita ein, sondern konzentriert sich auf einen Aspekt, der bislang zwar mitnichten völlig unberücksichtigt geblieben ist, meist jedoch nur nebensächlich behandelt wurde:  ...