Aktueller Jahrgang

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MythosNibelungen
Titel
Mythos Nibelungen
Untertitel
Kurzbeschreibung

In der gegenwärtigen universitären Germanistik und hier insbesondere in der Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer steht die Epoche des Mittelalters nicht mehr unbedingt im Zentrum, sondern musste gegenüber der Gegenwartsgermanistik eher etwas zurückstehen. Insbesondere für das Feld der Heldenepik ist gegenüber Zeiten der nationalen und dann erst recht nationalistischen Indienstnahme des - weitgehend romantisch imaginierten - Mittelalters im 19. und bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine entsprechende Tendenz zu beobachten. Diese Entwicklung hat natürlich ihre Gründe, die eben in der auf die jeweilige Gegenwart bezogenen Interpretation mittelalterlicher Stoffe und Motive und der daraus vermeintlich abzuleitenden Handlungsmuster liegen, so dass - nicht zuletzt eben angesichts des mediävistischen „Rückbaus“ - andere Felder der mittelalterlichen Literatur dann doch noch eher präferiert werden. (...)

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Aktuelle Tendenzen der Artusforschung
Titel
Aktuelle Tendenzen der Artusforschung
Untertitel
Kurzbeschreibung

Was die breitere Rezeption des Mittelalters angeht, gehört der Motivkreis um den britannischen König Artus zu den wohl am besten bekannten Überlieferungen aus dieser Epoche. Dem wissenschaftlicheren Interesse an dieser literarisch-mythologischen Gestalt war die Gründung einer internationalen Artusgesellschaft geschuldet, die nach eher angloamerikanisch geprägten Anfängen durch die Gründung einer deutschsprachigen Sektion erweitert wurde. Die vorliegende Publikation „Aktuelle Tendenzen der Artusforschung“ stellt Beiträge deutscher, österreichischer sowie niederländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor, die auf dem 23. Internationalen Artuskongress in Bristol im Juli 2011 gehalten worden waren. (...)

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Im spiegel der sprache-9783423347549
Titel
Im Spiegel der Sprache
Untertitel
Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht
Kurzbeschreibung

Guy Deutscher veröffentlichte bereits 2005 mit dem Titel „The Unfolding of Language“ (deutscher Titel „Ich Goethe – Du Jane“) ein auch außerhalb des sprachwissenschaftlichen Diskurses vielbeachtetes Buch. Der zuerst 2010 erschienene Nachfolger „Im Spiegel der Sprache. Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht“ (Originaltitel „Through the Languge Glass“) erscheint nun bei C. H. Beck bereits in fünfter Auflage. Deutscher widmet sich in diesem Buch der nach wie vor häufig anzutreffenden Vorstellung, dass die Sprache einen direkten Einfluss auf die Denkweise der Sprecher und damit ihre Kultur ausübe. Interessanterweise will er jedoch den Gegenbeweis antreten zur gängigen Replik der Linguisten, wonach alle Sprachen gleich komplex seien. (...)

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Titel
Historischer Atlas der antiken Welt
Untertitel
Sonderausgabe
Kurzbeschreibung

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Horizont der althistorischen Forschung erweitert. Neben der griechisch-römischen Welt kommen nun auch die Peripherien der großen Zentren, die indigenen Völker, die alten Großreiche sowie die Dark Ages und die Spätantike in den Blickpunkt der Forschung. Denn das Bewusstsein für die geographische Dimension historischer Vorgänge ist gewachsen. Dieses nehmen die Autoren des Supplementbandes des Neuen Pauly zum Anlass, um mit dem neuen „historischen Atlas der antiken Welt“ in mehrfacher Hinsicht Neuland zu betreten und eine neue kartographische Darstellung der Antike zu liefern. Dabei wird in 161 Haupt- und 44 Nebenkarten die Geschichte der Antike vom 3. Jahrtausend v. Chr. (Alter Orient) bis zum 15. Jahrhundert n. Chr. (Byzantinisches Reich) aufgezeigt. Da die Hochkulturen des Alten Orients in den letzten Jahrzehnten verstärkt in den Fokus (...)

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Titel
Halikarnassos und das Maussolleion
Untertitel
Die modernste Stadtanlage und der als Weltwunder gefeierte Grabtempel des karischen Königs Maussollos
Kurzbeschreibung

Das Zentrum der Betrachtung in diesem Buch bildet die nördliche karische Halbinsel, auf deren Südseite dorische Griechen die Stadt Zephyrion erbauten. In späterer Zeit erfährt diese griechische Siedlung unter einem anderen Namen Weltruhm: Halikarnassos. In seiner fünfundzwanzigjährigen Regierungszeit  machte Maussollos (377-352 v. Chr.), ein Satrap des persischen Großkönigs, Halikarnassos zur damals modernsten Stadtanlage im griechisch-hippodamischen Stil. (...)

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Titel
Römer im Schatten der Geschichte
Untertitel
Gladiatoren, Prostituierte, Soldaten: Männer und Frauen im Römischen Reich. Aus dem Englischen von Ute Spengler
Kurzbeschreibung

Die römische Geschichtsschreibung war geprägt von der römischen Oberschicht. Denjenigen, die Geld, Macht und/ oder Ansehen besaßen. Der normale Bürger hingegen fristete ein Leben abseits davon. Für die Geschichtsschreibung spielten Gladiatoren, Prostituierte oder Soldaten, also alle Männer und Frauen die das Imperium Romanum bevölkerten, keine Rolle. Mit anderen Worten: sie lebten ein Leben im Schatten der Geschichte. Was wir heute als sog. Primärquellen bezeichnen, wurde für die Mächtigen des Imperiums geschrieben oder von ihnen selbst verfasst. Die übrigen Bevölkerungsschichten wurden dabei außen vor gelassen und ihr Denken und Tun ist für uns heute kaum bis gar nicht mehr greifbar. Das Ziel dieses Werkes ist der Zugang zum Denken dieser Menschen. (...)

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9780520244306
Titel
Berenike and the Ancient Maritime Spice Route
Untertitel
California World History Library
Kurzbeschreibung

Die östliche Wüste Ägyptens ist eine Region, der nicht nur eine eminente historische Bedeutung zu eigen ist, sondern die immer wieder durch den Reichtum der archäologischen Befunde und Funde sowie durch denjenigen an neuen, faszinierenden Texten in Gestalt von Inschriften, Papyri und v.a. Ostraka beeindruckt. Das von Steven E. Sidebotham, einem der besten Kenner der östlichen Wüste, der seit der Mitte der 80er Jahre mit einer Vielzahl von Veröffentlichungen zu dem Thema hervorgetreten ist und zahlreiche archäologische Untersuchungen in der Region durchgeführt hat, und seinem Team ausgegrabene Berenike darf insbesondere für den Ost- und Südhandel aus dem Imperium Romanum, aber auch für den Bereich von Studien zum Kulturkontakt, der Funktion und dem Funktionieren der römischen Armee eine besondere Wichtigkeit für sich beanspruchen. (...)

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Titel
Tiefenwärts
Untertitel
Archäologische Imaginationen von Dichtern
Kurzbeschreibung

„Tiefenwärts. Archäologische Imaginationen von Dichtern“ beruht auf einem transdisziplinären Projekt der beiden Autoren, Professorin Dr. Eva Kocziszky (Germanistik) und Dr. Jörn Lang (Klassische Archäologie), das seinen Ausgangspunkt in dem Kolloquium „Literatur der Archäologie. Materialität und Rhetorik im 18. & 19. Jahrhundert“ (2010) des Käte Hamburger Kollegs „Morphomata. Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen“ der Universität zu Köln hat. Als Kocziszky 2010/2011 hier „fellow“ war, legte sie für ihr damaliges Projekt, das sich mit den Ruinen in der deutschsprachigen Lyrik des 20. Jahrhunderts beschäftigte, eine umfangreiche Sammlung von Lyrik mit archäologischen Aspekten an, auf welche für „Tiefenwärts“ zurückgegriffen wurde. (...)

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Titel
Kurz eingeführt und schnell nachgeschlagen
Untertitel
Übersichtswerke zur Ethik
Kurzbeschreibung

Einführungen, gar solche in ganze Wissenschaften oder größere Disziplinen derselben, haben immer mit dem Problem zu kämpfen, gleichzeitig knapp (im Umfang) und umfassend (in der Darstellung der Gegenstände) sein zu müssen. Dazu noch stellt sich das Problem der Leserschaft: Einführungen werden in der Regel von fachlich nicht oder nur gering Vorgebildeten gelesen. Fachtermini sind daher besonders einzuführen, Hintergründe müssen auf eine angemessene Weise thematisiert werden. Zwei der drei zu besprechenden Werke sind Einführungen, sie lösen diese Aufgabe auf unterschiedliche Art und Weise. (...)

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Titel
Die unvollendete Säkularisierung
Untertitel
Politik und Recht im Denken Carl Schmitts
Kurzbeschreibung

Als Autor ist Carl Schmitt zweifelsohne seit langem rehabilitiert. Seine Thesen und Argumente werden auch von jenen ernsthaft diskutiert, die weder seine politische Verstrickung im Nationalsozialismus noch seinen zunehmend aggressiveren und paranoideren Antisemitismus leugnen oder als 'theoretisch unbedeutend' wegerklären wollen. Dieses doch recht entspannte Verhältnis zu Schmitt lässt sich an dem seit den 80ern grassierenden Linksschmittianismus ebenso erkennen wie an der steigenden Anzahl an Qualifikationsarbeiten. Ein entspanntes Verhältnis bürgt allerdings nicht für die Qualität der entsprechenden Texte, wie die vorliegende Arbeit zeigt. (...)