Titel
Lexikon für kirchliches Kunstgut
Rezension

Dank zahlreicher Experten, die sich im Arbeitskreis für die Inventarisierung des kirchlichen Kunstgutes in den deutschen Bistümern zusammengeschlossen haben oder diesen unterstützen, ist es möglich geworden, erstmals ein Handbuch mit Nachschlagcharakter für das historisch-künstlerische Erbe der Kirche herauszugeben. Ein Unternehmen, das vollends gelungen ist.
Alphabetisch sortiert sind für Experten wie Interessierte Fachbegriffe wie allgemeinere Erläuterungen aufgelistet und definiert, um eindeutige Begriffszuweisungen an ein Objekt möglich zu machen. Dem Stichwortteil sind 31 Farbabbildungen, ein Literaturverzeichnis, Verweise und der Autorennachweis beigegeben.
Erwähnung im Lexikon findet durchweg alles, was mittelbar und unmittelbar in Verbindung zu kirchlichem Kunstgut steht. Allgemeinere Begriffe wie Bahre, Leuchter, Orgel oder Votiv sind in ihrer Beschreibung auf die Funktion im Sakralen reduziert worden. Zahlreiche Verweise (etwa 1/3 der Einträge) machen auf Sonderschreibungen oder Kollektivbegriffe aufmerksam, so dass das Lexikon äußerst benutzerfreundlich ist.
Ein zweispaltiger Aufbau der Texte schafft die nötige Übersichtlichkeit, sich schnell in dem Buch orientieren zu können und gesuchte Einträge rasch aufzufinden. Längere Einträge ' maximal über 1 ½ Seiten ' sind zusätzlich gut mit Belegen nachgewiesen. Umzeichnungen, Schwarz-Weiß-Abbildungen und Farbtafelverweise sind in dem Band nur vereinzelt zu finden, jedoch rechtfertigten die präzisen Beschreibungen in den Einträgen die zurückhaltende Bebilderung. Das Layout ist sachlich, der Druck klar und deutlich und die Bindung stabil, was bei einem Lexikon, das für eine oftmalige Benutzung ausgelegt sein sollte, nicht unerwähnt bleiben kann. Der Einband ist grafisch konservativ gestaltet. Im Buch sind Zeilen in einigen wenigen Fällen sehr eng gesetzt, was das Lesen hemmen kann (z. B. S. 47 unten rechts, S. 184 oben links, S. 258 mittig). Der weit ausgreifende Unterschnitt des Buchstabens Q der Schrift lenkt gehäuft sehr vom Text ab.
Der definitorische Charakter des 'Lexikons für kirchliches Kunstgut' macht es zu einem unverzichtbaren Arbeitsmittel für die Bestimmung und Beschreibung kirchlichen Kunstgutes. Diese von der Autoren und der Herausgeberschaft beabsichtigte Zielsetzung haben die Mitarbeiter und der Verlag Schnell + Steiner mit höchster Professionalität und Gewissenhaftigkeit erfolgreich umgesetzt.

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